Als Kanadierin an der GAG

Redaktion – Im Schuljahr 2015/16 war Laura Friesen als Austauschschülerin an der Graf-Anton-Günter Schule. Hier erzählt die Kanadierin wie sie diese Gelegenheit bekam, wie es für sie war und was sie alles erlebt hat. Jeder der mit dem Gedanken spielt für einige Zeit ins Ausland zu gehen, kann hier erste Eindrücke vom Leben in der Ferne sammeln.

,,Mein Name ist Laura Friesen, ich bin neunzehn Jahre alt und ich komme aus Kanada. Ich bin eine Austauschschülerin auf der Graf-Anton-Günther Schule. Ich habe meinen Austausch mit der Organisation “Rotary” für zehn Monate in Oldenburg gemacht. Die Graf-Anton-Günther Schule hat ein tolles Programm für Austauschschüler und ich bin so froh, dass ich mich entschieden habe, an einem Auslandsjahr teilzunehmen.

Logo Rotary. Die Organisation ermöglicht weltweit Schüleraustausche.

Am Anfang meines Austausches war ich in der zehnten Klasse für ungefähr zwei Wochen, aber danach habe ich mich entschieden, dass es besser wird, wenn ich den meisten Unterricht in dem elften Jahrgang besuche, obwohl ich kein Deutsch sprechen konnte. Der Unterricht, an dem ich teilgenommen habe, war Englisch, Politische Rhetorik Seminarfach, Französisch, Deutsch, Philosophie, Religion, Sport, Musik, Kunst und auch ein Grammatikkurs in der fünften Klasse.

Englisch war ein guter Unterricht, weil ich natürlich alles verstehen konnte und deshalb habe ich mich mit vielen Klassenkameraden unterhalten und habe viele Freunde gefunden. Ich fand es auch interessant zu beobachten, wie Englisch als Fremdsprache unterrichtet wird. Wahrscheinlich war mein Lieblingsunterricht Politische Rhetorik Seminarfach, weil wir über politische, aktuelle und geschichtliche Themen diskutiert haben und es sehr interessant für mich war. Anderen Austauschschülern würde ich auf jeden Fall empfehlen, an diesem Unterricht teilzunehmen. Französisch war auch besonders gut für mich, weil ich seit dem Anfang des Kurses alles verstanden habe und deshalb konnte ich auch während des Jahres mein Französisch verbessern. Ich hatte Deutschunterricht viermal pro Woche und es war wirklich ein schwieriges Thema aber es war trotzdem interessant und ich habe viel über deutsche Literatur gelernt. Auch habe ich die fünfte Klasse für einen Grammatikkurs einmal pro Woche besucht. Ich bin so dankbar für diesen Unterricht, weil ich so viel über die schwierige Grammatik gelernt habe und die Kinder waren immer so freundlich und fröhlich. Ich würde auf jeden Fall auch diesen Kurs anderen Austauschschülern empfehlen, weil ich so viel Spaß gehabt habe.

Als Teil meines Austausches mit Rotary musste ich dreimal pro Woche nach der Schule einen Deutschkurs haben, der sehr hilfreich und interessant war, aber leider konnte ich an nicht so vielen AGs teilnehmen. Trotzdem habe ich an Anton Geht UN teilgenommen und ich bin so froh über diese Entscheidung. Obwohl es sehr schwer für mich war, das Deutsch zu verstehen, habe ich trotzdem sehr viel Spaß gehabt. Das Thema in meiner Gruppe war Flüchtlinge und ich fand es sehr interessant und habe so viel darüber gelernt. Vielleicht werde ich nächstes Jahr in meiner Universität Politikwissenschaft studieren, also war es eine gute Übung für mich.

Im Februar habe ich ein Praktikum für zwei Wochen in einer Grundschule in der dritten Klasse gemacht. Es war wirklich ein schönes Erlebnis, weil ich die Kinder so freundlich und lustig fand und es war auch interessant, eine Grundschule im Ausland zu beobachten. Ich habe einen Vortag über mein Leben in Kanada gehalten und ich hatte so viel Spaß damit! Das Praktikum war eine gute Möglichkeit, um mein Deutsch zu verbessern, weil ich so viel mit den Kindern gesprochen habe weil sie einfaches Deutsch sprechen. Deswegen konnte ich am Ende alles verstehen und das war so toll, meine Verbesserung zu sehen.

Im Mai bin ich nach London mit der zehnten Klasse gefahren und die Reise war toll! Ich habe mich enger mit ein paar Freunden verbunden gefühlt geworden und wir haben so viel von der wunderschönen Stadt gesehen. Eine tolle Reise und Möglichkeit für Austauschschüler!

Nun möchte ich der Schule und Frau Schünemann danken. Jeden Monat haben alle Austauschschüler in der Schule sich mit Frau Schünemann getroffen und über Stundenpläne, Sorgen, Interessen und Wünsche geredet. Die Hilfe von der Schule war wunderbar und ich bin so dankbar dafür! Dankeschön für alles und ich werde dieses Jahr als Austauschschülerin auf dem GAG nie vergessen.”